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Zum Familienrecht gehört alles das, was thematisch mit Ehe, Familie, Lebenspartnerschaft und Verwandtschaft zu tun hat - aber auch der Betreuungsbereich.  2008 hat der Gesetzgeber insoweit das gesamte Verfahrensrecht neu zusammengefasst (FamFG).

Die familienrechtlichen Vorschriften, die die eigentlichen Inhalte regeln, finden sich zumeist im Bürgerlichen Gesetzbuch (BGB). Sie kommen insbesondere dann zur Anwendung, wenn es bereits um die „Krise“ geht. Hier sind dann z.B. die Fragen zu regeln, die den Unterhalt betreffen; und zwar getrennt nach Kindesunterhalt und Ehegattenunterhalt für die Zeit bis zur Ehescheidung und danach.

Weiterhin geht es darum, wie das Vermögen aufzuteilen ist, das in der Ehe erworben wurde. Hier gilt es insbesondere, die Vorschriften zum Zugewinnausgleich zu beachten. Des Weiteren gehört zu diesem Bereich auch alles das, was z.B. das gemeinsame Familienheim und die weitere Verfahrensweise damit betrifft. Der Hausrates ist aufzuteilen.

Viele dieser Dinge können auch bereits im Vorfeld einer Scheidung zwischen den betroffenen Eheleuten geregelt und erledigt werden. Hilfreich ist insoweit, wenn ein Ehevertrag existiert. Allerdings bietet dieser mittlerweile keine Garantie mehr, da der Bundesgerichtshof inzwischen sehr genaue Vorgaben darüber veröffentlicht hat, wann eine solche Vereinbarung wirksam ist und wann nicht. Daher wird auch im Einzelfall genau zu prüfen sein, inwieweit ein solches Vertragswerk tatsächlich Bestand hat oder nicht.

Wenn es denn tatsächlich zu einer Scheidung kommt, ist im Regelfall ein Ausgleich der Rentenanwartschaften im sog. Versorgungsausgleich vorzunehmen. Auch in diesem Bereich ist seit 2009 ein neues Gesetz (VersAuslG) anzuwenden, dass den Beteiligten zwar neue Chancen bietet, eigene Lösungswege zu finden – es aber dadurch auch nicht gerade einfacher gemacht hat.

Weiterhin gehört natürlich zum Familienrecht alles, was das/die Kind/er anbetrifft – das so gen.  „Kindschaftsrecht“.  Hier treffen wir auf den wohl sensibelsten Bereich, da dort nur eine Maxime gilt: nämlich das Wohl des Kindes! Oftmals fällt es den Beteiligten schwer, eigene Interessen zurückzustellen und sich wirklich auf das Wesentliche zu konzentrieren.

So ist das gesamte Familienrecht eine hoch emotional behaftete Angelegenheit, die geradezu nach einer besonders vorsichtigen Vorgehensweise verlangt. Daher kommt auch allen anwaltlich Tätigen eine ganz besondere Verantwortung zu. Denn hier haben wir es u.U. mit einer Langzeitwirkung zu tun, die sich bis in die nächste Generation auswirken kann. Nicht zuletzt deshalb gehört dieser Bereich auch zu den klassischen Einsatzmöglichkeiten der Mediation.

FAMILIENRECHT

Fachanwalt für Familienrecht seit 1998

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