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Seit Ende Juni 2012 liegt die verbindliche Fassung des Mediationsgesetzes vor. Der Gesetzgeber
hat sich hierin erst einmal darauf beschränkt, allgemeine Verhaltensregeln und Aufgaben der
Mediatorrinnen und Mediatoren zu bestimmen und Ausbildungsstandards zu regeln. Dieses Gesetz gilt für alle Mediatorrinnen und Mediatoren – wenn im Weiteren aus Vereinfachungsgründen nur noch von Mediator gesprochen wird, umfasst dieser Begriff selbstverständlich auch den weiblichen Mediator -.

Ausgangspunkt für diese Gesetzgebungsinitiative war die Erkenntnis, dass Anreize für eine einverständliche Streitbeilegung gesetzt werden müssen, um die Konfliktlösung zu
beschleunigen, den Rechtsfrieden nachhaltig zu fördern und die staatlichen Gerichte zu entlasten.

Bisher war der Beruf des Mediators ungeschützt. Jeder konnte sich ohne weiteres als „Mediator“
bezeichnen; allerdings mit Ausnahme der Rechtsanwälte, die gemäß § 7a BORA schon immer eine
Ausbildung nachzuweisen hatten. Die Vorgaben des Mediationsgesetzes tragen damit der Bedeutung und dem hohen Anspruch an die Tätigkeit eines Mediators endlich Rechnung.

Bei der Mediation handelt es sich um einen Verfahren insbesondere zur außergerichtlichen
Streitschlichtung, bei dem der Mediator als neutrale Instanz nach klar definierten Vorgaben
die Streitparteien zu einer einvernehmlichen Lösung befähigen soll. Insoweit verweise ich auf
nachstehenden Aufsatz, den ich für eine regionale Zeitung erstellt habe.

Mediation hat mich hier schon immer interessiert. Vor etwa zehn Jahren hat es bereits
einmal eine „Welle“ gegeben, die aber vornehmlich den Einsatz der Mediation im Bereich des
Familienrechtes betraf. Dies hat dann letztlich dazu geführt, dass sich auch eine Reihe von
Berufsgruppen diesem Verfahren angenommen haben, die aber aufgrund ihrer Ausbildung nicht
in der Lage waren, den notwendigen juristischen Teil innerhalb der Mediation mit abzudecken.
Demzufolge waren Anwälte in erster Linie an diesem Verfahren in der Rolle des begleitenden
juristischen Beraters beteiligt.

Inzwischen hat sich der Blick auf die Mediation grundlegend verändert. Insbesondere in weiten
Kreisen der Wirtschaft ist zwangsläufig die Erkenntnis gewachsen, dass das Gericht zur Konfliktlösung nicht mehr erste Wahl sein kann, da dort die Verfahren einfach zu lange dauern und demzufolge die dringend benötigte Planungssicherheit kaum gewährleistet werden kann.

Auch die damit verbundene Erkenntnis, dass dies Verfahren grundsätzlich in allen Rechtsgebieten - natürlich mit Ausnahme des Strafrechts - einsetzbar ist, hat der Mediation endlich auch die Seriosität verliehen, den sie eigentlich schon immer verdient hatte.

 

Dies muss umso mehr gelten, als mittlerweile auch durch das neue Gesetz erste
Ausbildungsstandards festgelegt worden sind, um sicherzustellen, dass auch nur der Mediator sein kann, der eine entsprechende Ausbildung absolviert hat. Allerdings ist davon auszugehen, dass auch in diesem Bereich weitere Anforderungen nachgelegt werden.

So habe ich bereits eine 90 stündigen Ausbildung beim Deutschen Anwaltsinstitut in Bochum unter der Führung von Herrn Rechtsanwalt Michael Plassmann erhalten, der entscheidend an Festlegung der Ausbildungsinhalte in dem neuen Gesetz mitgewirkt hat. Sowohl Herr Rechtsanwalt Plassmann wie auch Frau Rechtsanwältin Dr. Christine Freifrau von Münchhausen sind im Wesentlichen als Wirtschaftsmediatoren überregional in der gesamten Bundesrepublik tätig. Die u.a. von ihnen vermittelten Ausbildungsinhalte haben sich demzufolge bereits genau an den Vorgaben orientiert, die der Gesetzgeber in § 5 Mediationsgesetzes festgelegt hat. Innerhalb der Ausbildung haben daher nicht nur intensive Trainings während der Mediationssituation stattgefunden, sondern sind darüber hinaus auch die theoretischen Grundlagen im Bereich der Kommunikationstechniken sowie natürlich auch der rechtlichen Rahmenbedingungen vermittelt worden. Ich habe das Gefühl, dort mit einem guten Rüstzeug für meine Tätigkeit als Mediator ausgestattet worden zu sein.

Für mich ganz persönlich ist diese Art der beruflichen Tätigkeit schon von einer besonderen
Befriedigung gekennzeichnet, da mir hierdurch die Möglichkeit eröffnet wurde, mein
Tätigkeitsspektrum wesentlich zu erweitern und in eine völlig neue Rolle zu schlüpfen, die so gar
nichts mit dem typischen „Stechen und Hauen“ anwaltlicher Tätigkeit gemein hat, das bisher einen nicht unwesentlichen Teil meiner beruflichen Tätigkeit bestimmt hat.

Das Verfahren ist schnell, kostenmäßig übersichtlich, und wenn es gelingt, den Parteien zu einer
befriedigenden Lösung des Konfliktes zu verhelfen, auch für den Mediator hoch emotional!

MEDIATION

Beschleunigte Konfliktlösung

und langfristiger Rechtsfrieden 

TEL: 0421 69679930